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Mann (65) wegen Israel-Anstecker auf Intensivstation geprügelt

21. JULI 2026 | VON MILENA SCHILLER NINÔ

Solch ein Anstecker war der Auslöser für den Gewaltausbruch

HÖCHBERG (BAYERN ) - in der Nacht auf Montag soll ein Syrer (20) einen Mann (65) auf offener Straße angegriffen und schwer verletzt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes. 

Wie Medien übereinstimmend berichten, wurde der 65-Jähriger in Hörchberg im Raum Würzburg an einer Ampel von dem mutmaßlichen Täter antisemitisch angegangen und dann unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Als der 65-jährige Deutsche daraufhin floh, wurde er von dem mutmaßlichen Täter verfolgt, zu Boden gerissen und mit Tritten gegen Kopf und Körper traktiert. Er erlitt zahlreiche Verletzungen und einen Wirbelbruch und muss auf der Intensivstation behandelt werden.

Usache für den Gewaltausbruch des Syrers war ein Anstecker mit einer israelischen Flagge, den das Opfer am Revers trug.

Der mutmaßliche Angreifer wurde noch vor Ort festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Bei der Festnahme wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Der Syrer ist als Gewalttäter polizeibekannt und wurde früher am Tattag bereits wegen der Belästigung von Festbesuchern in Würzburg von der Polizei kontrolliert und befragt.

Laut dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Würzburg, Konstantin Mack (29), ist das 65-jährige Opfer Mitglied der DIG, die sich für deutsch-israelische Verständigung einsetzt und mit jüdischen Menschen solidarisiert. 

Die Bundesvorsitzende des Jungen Forum DIG, Annika Schmütz, schreibt dazu auf Instagram: " Es ist schockierend, dass mittlerweile fast täglich Angriffe auf Jüdinnen, Juden, Israelis oder sich mit ihnen solidarisierende Personen in Deutschland verübt werden. Das geschieht vor aller Augen und wird trotzdem noch immer als "Konflikt zweier Gruppen" oder Kritik verharmlost."

Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, dem tödlichsten Massaker an Juden seit dem Holocaust, ist der Antisemitismus in Deutschland sprunghaft angestiegen und befindet sich seither konstant auf einem hohen Niveau. Der RIAS-Jahresbericht verzeichnet 2025 insgesamt 8.725 antisemitische Vorfälle in Deutschland. Das entspricht 24 pro Tag. Rund 68 % gehen auf israelbezogenen Antisemitismus zurück.

Am Freitag, den 24.07.2026, findet um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Würzburg eine Mahnkundgebung statt .

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